Korn für die Kuh
Wie Sie hofeigenes Getreide bei Milchkühen richtig einsetzen
Getreide ist ein energiereiches Futtermittel für Milchkühe. Bei hohen Getreidemengen pro Kuh und Tag besteht aber die Gefahr der Pansenübersäuerung. In der Milchviehfütterung werden die Getreidearten Triticale, Weizen und Gerste eingesetzt. Regional haben Hafer und Roggen eine Bedeutung. Körnermais, der nicht als Getreideart im engeren Sinn gilt, wird aufgrund seiner pansenschonenden Eigenschaften geschätzt.
Abbauverhalten im Pansen entscheidend
Die Energie im Getreide liegt vorwiegend als Stärke vor, die im Pansen unterschiedlich schnell abgebaut wird (siehe Abbildung). Ein schneller Stärkeabbau im Pansen bei gleichzeitig hohen Getreidemengen von vier bis sechs Kilogramm kann eine Pansenübersäuerung verursachen. Die kurzfristigen Folgen der Pansenübersäuerung sind Durchfall, Abfall der Milchleistung und ein Einbruch des Milchfettgehalts. Nach einigen Wochen treten vermehrt Klauenrehe, Fruchtbarkeitsprobleme und Euterentzündungen auf.
KuhKorn vermeidet Pansenübersäuerung
Durch richtige Kombination von Getreide, Mais und Nebenprodukten wie Trockenschnitte und Weizenkleie, können Kraftfuttermischungen hergestellt werden, die einerseits viel Energie liefern und trotzdem gut pansenverträglich sind. Bei der KuhKorn-Herstellung werden die wichtigen Abbaueigenschaften von Stärke im Pansen durch das "PFOS-System" (pansenfermentierbar organische Substanz) überwacht. So kann vermieden werden, dass die Kühe mit zu hohen Getreidemengen gefüttert werden.
Aufgepasst!
Getreide ist ein energiereiches Futter für Milchkühe. Hohe Getreidemengen steigern nicht die Milchleistung, sondern können zu Gesundheits- und Fruchtbarkeitsproblemen führen.



