An der Beschriftung eines Reifen kann man die Abmessungen, Bauweise, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und andere Eigenschaften ablesen. Die für das Fahrzeug vorgeschriebene Dimensionierung ist in der Betriebsanleitung eingetragen. Lautet der Code z.B. 195/65 R 15, handelt es sich um einen Reifen mit einer Querschnittsbreite von 195 mm und einer Querschnittshöhe von 65 Prozent (=die halbe Differenz zwischen Gesamtdurchmesser und nominalem Felgendurchmesser). "R" bezeichnet den bei heutigen Pkws vorherrschenden radialen Reifenaufbau. Ein Zusatzbuchstabe gibt Auskunft über die zulässige Höchstgeschwindigkeit. "SR" sagt aus, dass der betreffende Reifen für maximal 170 km/h geeignet ist. "HR" Reifen vertragen höchstens 210 km/h und "VR" Reifen bis zu 240 km/h.
Pfeile, Symbole und andere Hinweise
Nicht unwesentlich ist ein kleiner Pfeil, der die Position des "Laufflächenindikators" angibt. An dieser Stelle ist zu erkennen, wenn die Laufflächen bis zur Mindestprofiltiefe von 1,6 mm abgefahren sind. Laufrichtungsgebundene Reifen müssen immer der Rotationsrichtung entsprechend montiert werden, die ebenfalls durch Pfeile, jedoch an der Seitenwand, angegeben ist. Asymetrische Reifen tragen zusätzliche Beschriftungen wie "Side Facing Outwards", die als Hilfe bei der Montage dienen. "Tubeless" bedeutet, dass der Reifen nur ohne Schlauch zu verwenden ist. Die Bezeichnung "M&S" zeigt an, dass es sich um einen Winterreifen handelt. Weitere Symbole können Auskunft über die Eignung als Ganzjahresreifen oder für Schneefahrbahn etc. geben.
Besser einmal nachgefragt
Bei der Umrüstung auf Reifen mit anderen Dimensionen sind die Angaben des Fahrzeugherstellers im Typenschein zu befolgen oder man lässt sich vom Reifenhändler beraten. Die Montage von ungeeigneten Breitreifen kann sogar zu einer Verschlechterung der Fahreigenschaften führen.
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